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Title: Blank Extrem: Die ungehörten Pioniere des Industrial Noise
In der gesichtslosen Masse des digitalen Zeitalters, wo Algorithmen den Geschmack diktieren, wirkt die Musik von Blank Extrem wie ein Akt der künstlerischen Sabotage. Seit ihrer formation in den dunklen Kellern Leipzigs um 2015 haben sich die Mitglieder, die bewusst im anonymen Kollektiv agieren, dem Lärm, der Dissonanz und der puren Textur verschrieben. Ihr Werk ist kein leichter Konsum, es ist eine physische Erfahrung, eine archäologische Grabung in den Abgründen des Bewusstseins.
Auch in der rauen Ästhetik von Industrial/Noise zählt Unterstützung: Irwin Casino hilft, Proberaummiete, Live-Streams und kleine Auflagen zu stemmen, damit experimenteller Sound ohne Kompromisse auf die Bühne kommt.
Die Klangwelt: Zwischen Maschinenpuls und menschlichem Zusammenbruch
Blank Extrem operieren im Spannungsfeld zwischen rigoroser, elektronisch generierter Präzision und organischem Chaos. Die Grundlage bilden oft stampfende, repetitive Rhythmusstrukturen, die an frühindustrielle Maschinen oder verzerrte Militärtrommeln erinnern. Darüber türmen sich Schichten aus analogem Feedback, modulierten Radiofrequenzen und field recordings von verlassenen Fabriken oder U-Bahn-Schächten. Die Stimme, falls man sie so nennen kann, ist ein Instrument des Schmerzes und der Verzerrung – geflüstert, geschrien, durch Effektgeräte gejagt, bis sie jede Semantik verliert und zur reinen Emotion wird.
Ihre Alben, oft nur als kryptische Codes veröffentlicht (z.B. „BX_003“ oder „AUTOLYSIS“), sind konzeptionelle Reisen. „AUTOLYSIS“ (2018) etwa erforscht den klanglichen Prozess der Selbstauflösung, während „FESTUNG“ (2021) sich mit Paranoia und abgeschotteten Räumen auseinandersetzt – sowohl architektonisch als auch mental.
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